
Wir stellen uns vor:
Behindertengerechte Urlaubs-, Event- und Gruppenreisen für
Familien, Vereine, Werkstätten, Wohnheime etc.

Vor 5 Jahren starteten wir mit unserer Tätigkeit im Bereich der Gästeführung in Worms. Bei vielen Gesprächen mit unseren Gästen, insbesondere mit Gästen, welche mit behinderten Menschen privat oder beruflich zu tun hatten, wurde der Wunsch geäußert auch einmal eine Führung oder Tour zu unternehmen. Leider gab es in diesen Bereichen ein großes Manko und wir fingen an spezielle Führungen für geistig- und lernbehinderte Kinder auszuarbeiten. In kleinen Gruppen stellten wir dann die Wormser Stadtgeschichte und unsere Region vor. Wir beließen es nicht dabei und befassten uns mit der Gruppe der Sehbehinderten oder Rollstuhlfahrer. Gerade in diesem Bereich mussten wir sehr stark umdenken, erreichten es jedoch trotz aller „Barrieren“ eine barrierefreie Führung auf die Beine zu stellen, welche mit viel Erfolg von uns angeboten wird
Es
blieb nicht bei unseren Stadtführungen, sondern der Wunsch festigte sich immer
mehr, auch mobilitätsbeeinträchtigen Menschen die Möglichkeit zu geben eine
Reise außerhalb der Stadtgrenze anzubieten. Als Reisevermittler für Urlaubs-,
Event- und Gruppenreisen schauten wir uns auf dem Markt um und stellten fest,
dass es sehr wenige Anbieter in diesem Bereich für geistig behinderte oder
mobilitäts-beeinträchtige Personen gibt. Vor allem gibt es bei der Planung
einiges zu berücksichtigen und manch ein Reiseveranstalter schreckt zurück sich
mit diesem Thema zu befassen. Nach langen Recherchen sind wir nun in der Lage
für Familien, kleine Gruppen (bis 20 Personen) oder sogar für große Gruppen ab
20-100 Personen) Ferienreisen im Inland oder im Ausland anzubieten. In einer
ausführlichen Beratung besprechen wir mit unseren Interessenten und deren
Angehörigen die Urlaubs- und Freizeitvorstellungen und suchen gemeinsam eine
behindertengerechte Reise heraus. Hierfür müssen wir verschiedene Details
wissen, z.B. Art und Grad der Behinderung, spezielle Anforderungen an
Unterkunft, Transport und Verpflegung, werden Hilfsmittel benötigt,
Einrichtungen oder sogar Pflegepersonal.

Pilgerreisen in Deutschland und ins Ausland
für leicht bis schwerstbehinderte Personen mit Angehörigen.
Des Weiteren befassen wir uns mit dem Thema „Pilgerreisen und Wallfahrten“ in Deutschland und ins Ausland. Viele kranke Menschen äußern den Wunsch einmal eine Pilgerfahrt zu unternehmen. Doch ihre Behinderung oder Erkrankung, so denken sie, hindert sie daran. Wir nahmen mit verschieden Veranstaltern und Organisatoren in diesem Bereich Kontakt auf und sind somit in der Lage auch in diesem Bereich unterstützend zu helfen. In einem ausgiebigen Gespräch informieren wir über den Ablauf der Pilgerreise und auch hierfür benötigen wir einige Details im Bereich der Behinderung, Erkrankung um die spezielle Anforderung an die Unterkunft, Transport und Verpflegung heraus zu finden, besonders wichtig ist es, in diesem Bereich bei schwerstkranken Personen, wie es mit eventuell benötigtem Pflegepersonal auf der Reise und vor Ort geregelt wird.
Wir möchten Ihnen einmal kurz aufzeigen, dass eine Urlaubsreise nicht teuer sein muss. Wir beraten Sie auch gerne welche Vergünstigungen Sie von den Krankenkassen, vom Staat etc. erhalten können.
Beispiele für Urlaubs- und Pilgerreisen:
Familienurlaub oder kleine Gruppen bis 20 Personen:
Spreewald: Burg
Erholungs- und Begegnungsstätte mitten im idyllischen
Spreewald.
Unterkunft:
Doppelzimmer mit Dusche/WC, zwei Ferienwohnungen für 2-4 Personen
Leistungen:
4 Übernachtungen, HP, 1 Grillabend im der Halbpension, eine Kahnfahrt für die Gruppe
Preis pro Person a
b 195,00 Euro
Mögliche Zusatzleistungen können dazugebucht werden: Busanmietung, bei Familie Bahnanreise, Verlängerungstag, Vollpension Preise auf Anfrage.
Südtirol: Pflerschtal –Gossensaß
Nicht weit vom Brenner, am Ende des stillen Pflerschtales liegt das 3 Sterne Hotel.
Unterkunft:
Gemütlich eingerichtete Zimmer für 2-4 Personen mit Dusche/WC, zum Teil mit Balkon.
Behindertengerecht ausgestattet. 10 Zimmer für Rollstuhlfahrer
Leistungen:
4 Übernachtungen, HP, 1 Grillabend im der Halbpension, tägliche kostenfreie Nutzung des Hallenbades im Hotel, Musikabend mit Tanz
Preis pro Person
ab 190,00 Euro
Mögliche Zusatzleistungen können dazugebucht werden: Busanmietung, bei Familie Bahnanreise, Verlängerungstag, Vollpension Preise auf Anfrage.
Ein Beispiel für eine Pilgerreise
für Familien, kleine und große Gruppen
Pilgersonderzug nach Lourdes
Es startet ein Pilgersonderzug im Mai 2007
(über Pfingsten) nach Lourdes. Es wird ein
Lazarettwagen mitgeführt, somit können Schwerst-
kranke mitreisen. Ein Team des Malteser-Ritterordens
wird uns begleiten.
Leistung:
3Sterne Hotel
mit Vollpension
746,65 Euro pro Person
Kranke oder Behinderte welche unter Betreuung in der Pilgerherberge in Lourdes wohnen, erhalten einen Nachlass von 125,00 Euro. Rechtzeitige Anmeldung für die Unterkunft in der Krankenherberge und einer Dialyse ist notwendig.
Busreise nach Altötting
Geplant ist eine Busreise im Juli 2007. Der
Preis liegt voraussichtlich bei 583,15 Euro pro
Person im Doppelzimmer (Unterbringung
im 3 Sterne Hotel)

Weitere Angebote für Pilger- und Urlaubsreisen können jederzeit bei uns angefragt werden.
Ansprechpartnerin ist Frau Steffi Kirch von der Agentur Kirch aus Worms
Telefon: 0 62 41 – 97 42 20
FAX: 0 62 41 – 97 42 21
Mobil: 01 77 - 4 84 59 03
E-Mail: steffikirch@gmx.de
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Heimplätze für Schwerbehinderte
Heimplätze für
schwer behinderte Menschen

von
Hans-P
Vereinigung zur
Förderung Schwerbehinderter
Im Jahr 1988 hatte das Bayerische
Sozialministerium eine Umfrage in Auftrag gegeben, die den künftigen Bedarf an
Wohn- und Pflegeplätzen für erwachsene Behinderte (ohne behinderte Kinder zu
berücksichtigen) in Bayern untersuchte. Das Ergebnis dieser Untersuchung war in
wenigen Worten zusammengefasst: Bis zum Jahr 2030 fehlen ca. 14.000 Wohnplätze
für behinderte Menschen.
Es geht nun nicht darum über einen, nicht zu
leugnenden Bedarf zu feilschen, sondern einen solchen in erheblichen Umfang zu
konstatieren !
So ist es auch zu verstehen wenn die Politisch
Verantwortlichen unter dem Damoklesschwert eines drohenden Zusammenbruchs
unserer Sozialsysteme am liebsten die Augen vor dieser unangenehmen Situation
verschließen möchten.
So beginnt sich die Auffassung durchzusetzen,
behinderte Menschen in angemieteten Wohnungen zu betreuen, indem man diese mit
einem eigenen Budget versieht um mit wesentlich geringeren Kosten den Unterhalt
dieses Personenkreises über die Sozialsysteme finanzieren zu können.
Das Dilemma in dem man sich dabei befindet
liegt auf der Hand. Denn solche Maßnahmen können nur für einen bestimmten
Personenkreis sinnvoll sein.
Nehmen wir zum Beispiel autistische Menschen,
die eine völlig andere Art der Betreuung benötigen – oder diejenigen
Behinderten für die rund um die Uhr Hilfe erforderlich bleibt.
Es wird also immer eine gewisse Kapazität an
Heimplätzen geschaffen oder erhalten werden müssen.
Da liegt nun die große, in der derzeitigen
Wirtschaftslage wohlverständliche, Angst der Sozialpolitik eines Tages diese
Leistungen nicht mehr erbringen zu können. Dazu sei noch bemerkt, dass der Bau
eines Behindertenheimes, vor den derzeitigen Haushaltssperren mit (Land und Bund
zusammen) 70% der Kosten bezuschusst wurden.
Wenn sich nun von Seiten der Sozialpolitik die
Frage der zukünftigen Finanzierung solcher Projekte, von denen auch in Rheinland
Pfalz einige „hängen“, im Frage gestellt werden muss, so ergibt sich, will man
nicht Abschied vom Sozialstaat im Sinne sozialer Verantwortung nehmen, wie
sollen in Zukunft solche notwendigen Projekte finanziert werden.
Eine interessante Alternative wäre nun, neben
einer Finanzierung durch private Spenden, folgenden Gedanken einmal näher zu
beleuchten.
Eine Idee auf die mich der bekannte Autor und
Schauspieler Dr. Peter Radke - selbst schwerbehindert – in einem interessanten
Gespräch gebracht hat.
Wir kennen ja alle die millionenschweren
Werbefeldzüge der Industrie um den Verkauf Ihrer Produkte zu fördern. So sind
die größten Werbeagenturen ständig damit beschäftigt neue Werbestrategien zu
entwerfen um einem Abstumpfen gegenüber einer Überschwemmung mit Werbung, unter
der wir alle mehr oder weniger leiden, zu begegnen. Dabei wird es zunehmend
schwieriger überhaupt noch Aufmerksamkeit zu erzielen, so dass Werbung immer
greller und lautstärker werden muss um überhaupt noch Aufmerksamkeit zu
erzielen.
So ist meines Wissens noch niemand auf die
Idee gekommen, die Unterstützung oder Schaffung einer sozialen Einrichtung, im
Rahmen einer groß angelegten Bundes- Europa- oder sogar Weltweiten Werbekampagne
zu finanzieren und in Form von Werbespots, Zeitungsanzeigen oder Plakataktionen
zu publizieren.
Nun wird man mir im ersten Moment
entgegenhalten,. – eine solche Werbung könnte das Image beschädigen, wäre also
Negativwerbung. Dieses sehe ich ganz anders, zumal in anderer Form viele
Beispiele, die man nicht extra benennen muss, an Negativwerbung sehr
erfolgreich waren.
Gesetzt den Fall ! - ein weltweit operierender
Pharmakonzern, der ohnehin ein millionenschweres Werbebudget hat, würde eine
Heimstatt, im Sinne meiner Schrift „Die Heimidee – Was uns unterscheidet“ im
Rahmen seiner Werbefeldzüge finanzieren, könnte sich, dies ist meine feste
Überzeugung, ein Werbeeffekt bis hin zu positiven Auswirkungen auf den
Aktienkurs dieses Unternehmens, sowie ganz alltägliche Vorteile, zum Beispiel
bei Arztbesuchen der jeweiligen Pharmareferenten ergeben.
Nicht umsonst sagte Henry Ford in seinen,
immer noch lesenswerten, Memoiren „Tue Gutes und Rede darüber“.
Dem ist nichts hinzuzufügen !
Eine weitere Möglichkeit wurde ebenfalls Ende
der neunziger Jahre von der Stiftung Attl in Oberbayern geboten. Dort hatte man
erfolgreich auf eine Heimträgerschaft von Eltern behinderter bzw. autistischer
Menschen gesetzt die, sofern diese vermögend oder bereit waren eine
Kreditfinanzierung, in Höhe von damals umgerechnet etwa 75 000 €, zu erbringen -
um als Miteigentümer einer Gemeinschaft ein besonderes Heimprojekt zu
finanzieren.
Diese Art der Finanzierung beinhaltet nur den
Nachteil, dass weniger begüterte Eltern diese Möglichkeit nicht haben, obwohl
deren behinderte Angehörige das gleiche Recht auf eine menschenwürdige Betreuung
haben sollten, wie diejenigen deren Eltern besser gestellt sind. Dies aber wäre
nur in Form einer Mischfinanzierung, in Kombination o.g. Möglichkeiten unter der
Prüfung aller Aspekte ohne direkte Benachteiligung weniger begüterter Menschen
möglich und vertretbar.
In diesem Bereich darf und kann es keinen
Neo-Liberalismus geben !
Dies verbietet schon alleine die Grundgesetzlich garantierte Unantastbarkeit der Menschenwürde die, sofern wir unsere Lektion aus der Geschichte gelernt haben, über kleinlichen materiellen Erwägungen stehen muss !
Hans-Peter Kolb
Weitere Informationen erhalten Sie
im beigefügten Dokument (info.pdf)
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